RAM-Halbfinale vom 13.08.14

Halbfinale in Köln.

Im ersten Battle traten Muro und Cashisclay – und damit die beiden besten MCs aus der Vorrunde – gegeneinander an. Dementsprechend anspruchsvoll war schon mal der Freestyle. Der Köln-gegen-Gladbach bzw. -Düsseldorf-Vergleich von Cashisclay kommt im Publikum natürlich gut an. Der Rebuttal, dass er Muro, wenn er eine Frau wäre (was dieser ihm zuvor „unterstellte“) nicht ranlassen würde, ist allerdings punchlinemäßig wesentlich besser. Auch der Konter, dass sich Muro von einer Frau (nämlich von Cashisclays Freundin) einladen lässt, sitzt. Muro freestylet ebenfalls gut, aber da ist nichts bei, was man nicht schon mal irgendwo anders gehört hätte. Der Freestyle geht damit an Cashisclay.

In der Textrunde gestaltet sich das etwas anders. Hier bringen beide einen Posertext, die zumindest ganz gut sind. Muro flowt aber wesentlich ansprechender, weswegen er die Lyrics-Runde verdient gewinnt.

Im A Capella scheinen beide etwas leer zu sein. Cashisclay bringt zumindest ein paar brauchbare Lines (Shisha, Sticker). Muro bewegt sich lange im Bereich des Belanglosen. Seine Reaktion darauf, dass sich Cashisclay umdreht, ist wiederum schlagfertig. Insgesamt wirken Clays Zeilen jedoch dichter im Gehalt. Damit zieht er in das Finale ein.

Das zweite Battle wurde von Frax One und Prime Time geführt. Kommen wir zum Highlight der Freestyle-Runde: Laas Unltd.s Gesichtsausdruck. Priceless. Was er sich da wohl gedacht hat? „Noch schlechter als Drob„? Viel mehr ist zur Freestyle-Runde nicht zu sagen, außer dass ich für Frax One gevotet hätte – einfach weil ich seinen Style und Flow angenehmer. Das Publikum entschied sich aber unterbegeistert für Prime Time.

Die Präsentation der Lyrics ist dann undankbar. Da wird der Beat von „Lose Yourself“ aufgelegt und ich verstehe die Welt nicht mehr. Warum so ein Beat, bei dem jeder sofort die Stimme von Eminem im Ohr hat, wenn die beiden MCs zuvor schon Probleme hatten? Frax‘ Text ist eigentlich nicht schlecht, aber weder seine Stimme, noch die Thematik passen zum Beat. Prime Time kickt den typischen Ich-bin-der-Beste-Text und kommt auf dem Beat insgesamt besser klar. Dadurch holt er sich auch die Lyrics-Runde.

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