RAM-Vorrunde vom 17.09.14

Bei der Vorstellung der Teilnehmer der aktuellen Vorrunde stellte sich mir folgende Frage: Wieso toben Leute wie Gier, Takt32, Drob Dynamic im Backstage und in der Cypher rum, aber keiner von ihnen geht in die Battlemania? Das ist so unfassbar schade. Nicht, dass ich die MCs schlechtreden möchte, die dann an der Vorrunde teilgenommen haben, aber dass Mighty P. und Tyron Blackshit die einzigen Etablierten waren, ist doch eher mau.

Im ersten Battle traf Mighty auf Jay Em, einen Newcomer, der in der Cypher ganz passabel auftrat. Gegen Mighty P. sah er allerdings nicht viel Sonne. Dessen T-Shirt-Punch ist eigentlich das einzige Highlight und da er im Gegensatz zu Jay nicht choked, sondern sich nur stellenweise etwas verhaspelt, geht die Runde klar an ihn. Jay Em hinterlässt zwar keinen schlechten Eindruck, aber da fehlt einfach noch die Zeilendichte.

Das zweite Battle zwischen Davie Jones und Tschappy hatte da wesentlich mehr zu bieten. Hauptunterschied zwischen den beiden: Davie hat ’nen megageilen Flow und Tschappy nicht. Allerdings beweist Tschappy mit seiner Schwarzen-Line Humor. In meinen Augen war das sogar eine der besten Zeilen in der Vorrunde. Davie wiederum hat nicht in jeder Line einen Punch versteckt, rappt aber wesentlich solider und kann darüber hinaus besser kontern (siehe Zähne-Rebuttal). Damit zieht er völlig verdient ins Halbfinale ein.

Das schwächste Battle der Vorrunde liefern Buy Some und Emyou ab. Während ich Emyou vor zwei Wochen noch recht erfrischend fand, werden hier doch seine Grenzen sichtbar. Das Gebite (z.B. von der berühmten Atzenkalle-Line gegen MC Bogy in der Cypher) geht außerdem gar nicht. Buy Some hätte daraus normalerweise Kapital schlagen müssen, wurde in dem Moment allerdings offensichtlich so sehr von der Muse verlassen, dass auch ihm kaum etwas sinnvolles eingefallen ist. Vor allem seine letzte Runde ist ganz übel. Am Ende rettet ihn die Downsyndrom-Line ins Halbfinale.

Schließlich battleten noch Toby Nice und Tyron Blackshit. Tyron trat gewohnt aggressiv und präsent auf. Toby hatte jedoch derart enthauptende Lines parat, dass es eine klare Geschichte wurde. Vor allem der Stille-Wasser-Punch war extrem gut. Trotzdem ist Tyrons Anspruch sich den Champion-Titel (und nicht den abgeschafften King-Titel) zu holen, nicht vermessen. Wenn er jetzt noch Punchlines einbauen würde, die sich in ihrer Härte klar vom Rest der Runde abheben würden, wäre er Dauergast im RAM-Finale. So reicht es dieses Mal allerdings nicht mal für das Semifinale.

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