RAM-Finale vom 17.09.14

Last but not least: Das Finale zwischen Mighty P. und Buy Some. Es konnte ja eigentlich nur besser werden.

Mighty fing an und stürzte sich auf das Offensichtliche: Buy Somes Hipster- und Lausbubenpotenzial. Vor allem das Hipsterthema hätte er nach meinem Geschmack etwas ausgiebiger bearbeiten können. Stattdessen konzentriert er sich aber auf das Schuljungenimage und die inflationäre Verwendung der Floskel „ganz ehrlich“. Nicht schlecht, aber auch nicht vom Hocker reißend.

Buy Some setzt da an, wo er im Halbfinale aufgehört hat: Ausgefeilte Reimstruktur, Bossgebrabbel und so weiter. Aber: Er kontert Mighty P. teilweise gekonnt aus, etwa wenn es um das RTL2-Programm geht. Auch die „Penis danach“ und „Lieblingsfarbe Ejakulat“-Lines sind gut. In der ersten Runde hat Buy Some damit die Nase vorn.

Mighty P. berappelt sich in seiner zweiten Runde aber, rebuttalt seinerseits die RTL2-Chose und kann auch in Sachen Reimschema aufholen. Überhaupt rappt er hier ziemlich engmaschig. Buy Some liefert in seinem zweiten Part das ab, was er in der ersten Runde schon in Ansätzen gebracht hat – nur widerlicher. Hier würde ich Mighty den Punkt gegeben, weshalb es Unentschieden stände. Wenig überraschend entschied sich das Publikum jedoch für Buy Some. Hype und so. Mal sehen, ob er dem Champ-Titel gerecht werden kann. Mit Runden wie in der Vorrunde und im Halbfinale wird es schwierig.

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