Alben des Monats [08/19]

Wie ihr euch denken könnt, höre ich relativ viel Musik und probiere mich durch allerlei Genres, Bands und Alben. Dabei geht es mir nicht nur um aktuelle Releases, sondern auch um das Erkunden vergangener Jahrzehnte und Backkataloge von Künstler*innen. Seit Jahren bin ich passionierte Last.fm-Nutzerin und am Ende des Monats begutachte ich gerne, was ich in den vergangenen vier Wochen für Musik gehört habe. Warum euch also nicht mit ein paar Worten daran teilhaben lassen? Kurz und knackig versteht sich.

Howard Shore – The Hobbit: An Unexpted Journey (2012)

Ein Film-Soundtrack an der Spitze der „Monatscharts“ ist bei mir etwas ungewöhnlich. Nachdem ich vor einigen Jahren sehr, sehr viele Soundtracks hörte (vor allem von Clint Mansell und Alexandre Desplat), hat sich diese Leidenschaft in letzter Zeit merklich abgekühlt. Howard Shore geht trotzdem immer, wenn man – aus welchem Grund auch immer – ein bisschen für Fantasy-Atmosphäre sorgen will. So geschehen Anfang August, als zwei liebe Freund*innen zu Besuch waren und wir einen Abend damit verbrachten, exzessiv Wizard zu spielen.

Griefjoy – Griefjoy (2013)

Griefjoy ist eine meiner Geheimtipp-Bands, also pssst. 2013 brachten die Franzosen ihr selbstbetiteltes Album raus, das im Sturm mein Herz eroberte. Melancholischer Elektro-Pop mit Hang zur großen Geste. Manchmal ganz introvertiert, dann wieder pompös im Stile einer futuristischen Handy-Werbung. Wie die Glass Animals in dramatisch.

Ween – God Ween Satan: The Oneness (1990)

Mich verbindet eine gewisse Hassliebe mit Ween. Ihre Musik bewegt sich für mich irgendwo zwischen unerträglich (fast alles auf „Pure Guava“ und „The Mollusk“) und großartig („It’s Gonna Be A Long Night“!). Irgendwo in der Mitte ist „God Ween Satan: The Oneness“ von 1990. Ein Album mit einem Song wie „You Fucked Up“ (Textprobe: you fucked up / you fucking nazi whore) zu eröffnen, spricht schon für sich. Obwohl das Release seine Schwächen hat, lief es im August doch rauf und runter.

Cleaners From Venus – Living With Victoria Grey (1986)

Die Cleaners From Venus sind eine Band, die mir bis vor kurzem völlig unbekannt waren. Durch Zufall stieß ich bei RateYourMusic auf sie, weil jemand aus meiner Freundesliste „Living With Victoria Grey“ bewertet hatte. Mir gefiel das Cover, also hörte ich rein – und war sehr begeistert. Es war wie eine Zeitreise in die 80er Jahre. Jangle Pop, Wave, in den Vocals auch eine Spur Post-Punk – die perfekte Mischung eines musikalisch großartigen Jahrzehnts. Anspiel-Tipp: „Follow The Plough“.

A Tribe Called Quest – Midnight Marauders (1993)

Zuletzt veröffentlichte ich meine Platten des Jahres 1993. Damit ich die Liste guten Gewissens online stellen konnte, führte ich mir noch mal in Ruhe „Midnight Marauders“ von A Tribe Called Quest zu Gemüte. Wie schon in der Besprechung von 1993 erwähnt, ist „Midnight Marauders“ für mich nicht so stark wie „The Low End Theory“, gehört aber dennoch in jede gut sortierte Plattensammlung von Liebhaber*innen von Rap und Hip-Hop. Ein Klassiker, der in der Diskografie der meisten anderen Künstler*innen das unbestrittene Highlight wäre.

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