Alben des Monats [11/19]

In elf Tagen endet das Jahrzehnt, also wende ich mich den wirklich wichtigen Beiträgen auf diesem Blog zu: zum Beispiel den Alben des Monats November. Oh je. Doch keine Sorge: auch wenn es in letzter Zeit etwas ruhiger hier geworden ist, habe ich noch einiges mehr in Planung für die nächsten zwei bis drei Wochen. Selbstverständlich werde ich euch meine Alben und Songs des Jahres 2019 unter die Nase reiben. Und wenn schon mal eine Dekade endet, darf die natürlich auch noch ausschweifend besprochen werden. Jetzt aber erstmal eins nach dem anderen. Welche Platten liefen im grauesten aller Monate in Dauerschleife?

Franz Schubert – Winterreise (1827)

Vermutlich das älteste „Album“, das es in nächster Zeit auf den Blog schaffen wird. Die „Winterreise“ von Franz Schubert ist ein wunderschöner Liederzyklus, der noch dazu einen unglaublich niederschwelligen Zugang zu klassischer Musik bietet. Man muss wahrlich kein*e Expert*in von Mozart, Beethoven & Co. sein, um die 24 Lieder genießen zu können. Selten wurde eine Liebesgeschichte so melancholisch schön besungen. Anspiel-Tipp: die Version von Jonas Kaufmann ist besonders hörenswert.

Lady Gaga – The Fame Monster (2009)

Als 2009 „Just Dance“ von Lady Gaga rauskam, hätte ich schwören können, dass dies der Inbegriff eines One Hit Wonder ist. Tja, so kann man sich täuschen. Während „Just Dance“ für mich nach wie vor nur sehr schwer zu ertragen ist, taugten die anderen Singles der Gaga durchaus. Vor allem „Telephone“ mit Beyoncé, „Alejandro“ und „Bad Romance“ seien hier lobend erwähnt. Die Nullerjahre triefen aus jeder Pore dieses Albums, aber wenn man sich darauf einlassen kann, taugt die Platte durchaus.

Feist – The Reminder (2007)

Im krassen Kontrastprogramm zu Lady Gaga steht diesen Monat Feist, die mit ihrem minimalistischen Indie Pop mein Herz auf ganz andere Art verzaubert. „The Reminder“ ist neben „Let It Die“ ihr bestes Album und gespickt mit Hits. Ich könnte diese nun alle detailreich besprechen, doch dass „The Limit To Your Love“ und „1234“ auf der Platte vertreten sind, sollte für euch schon Grund genug sein, „The Reminder“ mal wieder aufzulegen.

Avril Lavigne – Let Go (2002)

Weniger euphorisch fallen meine Worte zu „Let Go“ von Avril Lavigne aus. Da zwei Freund*innen im kommenden Jahr auf ein Konzert der kanadischen Dame gehen, wurde das Album bei einem gemeinsamen Spieleabend kurzerhand aufgelegt. Gut gealtert ist es nun wirklich nicht, aber einen gewissen Nostalgie-Faktor kann man ihm nicht absprechen. Warum „Complicated“ ein so großer Hit wurde, werde ich nie verstehen, aber „Sk8er Boi“ hat nach wie vor viel Potenzial zum guilty pleasure.

Die Ärzte – Geräusch (2003)

Endlich mal wieder ein Ärzte-Album! Die Monotonie tut mir wirklich leid, aber was soll ich tun? Die Truppe begleitet mich dieser Tage einfach intensiv. „Geräusch“ war die Platte, die die „beste Band der Welt“ für mich erst auf die Karte setzte. Das wirkt natürlich ulkig, denn zu den besten Ärzte-Scheiben gehört „Geräusch“ nun wahrlich nicht. Aber hey, „Unrockbar“. Und „Anti-Zombie“. und „Dinge von denen“. Und „Deine Schuld“.

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